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Der Käfig

Der Käfig - Cover

Der Roman „Der Käfig“ wurde 2011 durch den Heyne Hardcore Verlag in Deutschland herausgegeben. In der amerikanische Fassung trägt er den Namen „To wake the Dead“ oder auch einfach nur „Amara“ und erschien posthum 2002. Die amerikanischen Titel, sowie deren Cover konzentrieren sich eher auf die Mumien Geschichte. Der deutsche Titel, sowie das Cover weichen dem ab und bilden eher eine andere im Buch enthaltende Geschichte ab. Ich muss sagen das hat mich anfangs schon etwas verwirrt, man stellt sich natürlich die Frage „Was hat ein Käfig mit einer Mumie zu tun?“ gerade weil auch die Inhaltsangabe auf der Rückseite rein gar nichts auf einen Käfig schließen ließ. Aber das finde ich im nachhinein nicht weiter schlimm, der Roman reiht sich wunderbar zu den anderen Laymon Büchern und ergänzt sehr schön die Sammlung im Regal. Ich finde das Cover bildet gut die Gesamtstimmung des Romans wider. Bevor die Geschichte los geht, bekommt man noch ein kleines Vorwort vom Autoren-Freund Dean Koontz zu lesen, in dem er eine kleine Gesichte erzählt, die ihn und Laymon verbinden. Am Ende wünscht er viel Vergnügen und es kann los gehen und wenn es bei Laymon los geht, dann bekanntlich richtig.

Wir steigen ein, in eine dunkle Nacht, Einbrecher planen einen Coup und wollen aus einer Villa den Sarkophag der Mumie Amara stehlen, die sich im Privatbesitz des Archäologen Callahan befindet. Wie ihr euch denken könnt, war das keine gute Idee und der Plan geht ganz schön schief. Die Mumie bleibt im Besitz von Callahan, die Verbrecher können türmen, doch ein Siegel wurde gebrochen und die Mumie kann frische Luft durch ihr klappriges Gebiss schnappen und nicht nur das… Callahan überlebt diese Nacht nicht und die Geschichte um Amara geht in einem Museum weiter, dem die Sammlung Callahans vermacht wurde. Susan ist Kuratorin des Museums und wie so oft in Laymons Geschichten sehr schön anzusehen, die Schönheit muss auch einiges durchstehen und hat es nicht nur mit Amara zu schaffen. Die zweite Geschichte, die dem deutschen Titel gerecht wird, fängt erst etwas später an. Hier lernen wir Ed kennen, gerade frisch von seiner Freundin getrennt, hat er es schnell mit ganzen anderen Sorgen zu schaffen. Er wacht in einem Käfig auf, in einem „Menschen-Zoo“. Hier tobt sich Richard Laymon richtig aus, kann mich nicht erinnern, ob ich so etwas perverses schon mal gelesen habe (wenn war es bestimmt ein anderer Laymon). Oft denkt man „Wie kann man so krank sein, und so schreiben“ danach denkt man „Wie kann man so krank sein und so was lesen.“ Deswegen, dieser Roman ist ein typischer Laymon und etwas für hartgesottenen.

Wer gerne Bücher ließt die an die Grenzen gehen, ist hier genau richtig. Alle anderen greifen lieber zu anderen großartigen Autoren wie Stephen King oder Dean Koontz, die Spannung und Grusel anders darstellen. Der Käfig zählt sicherlich nicht zu den besten Werken von Richard Laymon, schaut man sich die Kritiken im Internet an, erhält er im durchschnitt 3,5 Sterne von 5. Mein Resultat liegt da eher bei 4 ganzen Sternen, da man in alter Laymon Manier den Roman einfach verschlungen hat und nicht einmal das Gefühl von Langeweile aufkam. Es werden mehrere Geschichten erzählt und alles in knackig kurzen Kapiteln verpackt. Am Ende fügt sich alles zusammen und es gibt noch mal ein großes Finale, und so abrupt wie der Roman in eine Geschichte taucht, so hört er auch wieder auf.

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