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Die Familie

Die Familie - Cover

Ich find es immer wieder faszinierend, was für ein brachiales Tempo Richard Laymons Bücher haben, und wie schnell der Autor seine Leser in den Bann zieht. Die Familie habe ich mit nach Kreta genommen und war einer meiner Urlaubslektüren neben zum Beispiel dem, zu Laymon, kontrastreichen Programms von Hermann Hesse – Steppenwolf. Man hat quasi jedes einzelne Wort vom Steppenwolf abgeküsst und jede einzelne Zeile war einfach nur ein Hochgenuss, da kann eigentlich ein Laymon nur verlieren, oder? Aber nicht dieser.

Die Familie erschien in meinem Geburtsjahr 1988 unter dem Namen Midnight’s Lair, allerdings nicht geschrieben von Richard Laymon, sondern unter seinen Pseudonyme Richard Kelly. Als Protagonistin agiert Darcy Raines, in welche man sich, wie bei vielen anderen seiner Romane, glatt verlieben kann. Wie so oft, ist dieser Charakter hübsch, klug, taff, mutig, ach sagen wir es einfach so: Sie ist verdammt sexy. Was natürlich nicht in einem typischen Laymon fehlen darf, sie hat einen kleinen Freak um sich, einen stalker, jemanden der sie nackt sehen will, der in ihr eindringen will, Kyle Mordock. Neben ihrem Studium arbeitet Darcy in den Ferien in der Mordock-Höhle und führt dort Touristengruppen durchs halbdunkel, genauso wie an diesem Tag, sitzt auch Kyle mit im Boot, und genießt die Sicht auf Darcy, bis das Licht anfängt zu flackern und dann komplett erlischt. Es gibt keinen direkten Ausweg, nach oben führen nur elektronische Aufzüge, und der zweite Teil der Höhle, mit einem natürlichen Ausgang, wurde vor vielen Jahren versperrt. Darcy muss zusehen, dass keine Panik entsteht, und dass der Freak nicht den Gunst der Dunkelheit nutzt. Parallel erfährt man was sich über der Erde abgespielt hat, was dazu führt, dass der Strom ausgefallen ist und der wahre Grund, warum der zweite Teil der Höhle verschlossen wurde, entpuppt sich als der totale Horror. Hätte man die Mauern doch nie geöffnet…

Finde das Buch hat sehr viele starke und kreative Momente, es ist gut durchdacht und am Ende muss man erst mal Luft hohlen und realisieren, dass war alles nur Fiktion, vielleicht.

„Die Familie“ kann ich wärmstens empfehlen, neben „Die Insel“, „Die Jagd“, „Nacht“, „Der Ripper“ reiht sich dieser Laymon ganz oben mit ein.

Gnadenlose 5 blutverschmierte Sterne!

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